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Art. Nr.:
RAPALLO, 1931
CARL MOLL Wien 1861 – 1945 Wien
Öl auf Holz, 39,5 x 40,5 cm
Monogrammiert links unten: CM
Im Winter 1931 verbrachte Carl Moll einige Zeit in dem an der italienischen „Riviera di Levante“ gelegenen malerischen Ort Rapallo. Er arbeitete dort besonders fleißig, wovon eine Reihe von Bildern mit Ansichten aus dem Städtchen und seiner Umgebung – alle im vertrauten quadratischen Format – zeugt. Moll selbst meinte, diese Bilder aus Rapallo gehörten zu den besten, die er „ferne der Heimat“ gemalt hätte. Die Schaffenskraft des Siebzigjährigen war ungebrochen; davon konnte sich das Publikum anläßlich der Geburtstagsausstellung in der Wiener „Secession“ im Frühjahr überzeugen.
Das Bild zeigt eine Ansicht der verregneten Promenade mit den Hausfassaden, die sich brechenden Wellen in der kleinen Bucht, das im Regen glänzende Straßenpflaster aus der erhöhten Perspektive offenbar eines Hotelfensters. Auch hier, in dieser skizzenhaft hingeworfenen Komposition, kommt Molls durch all die Jahrzehnte seines Schaffens bewahrtes Vermögen zum Ausdruck, dem Betrachter die Stimmung eines Ortes und einer von Jahreszeit und Wetter bestimmten Situation zu vermitteln. Er war darin ein nicht zu übertreffender Meister. Wie kein anderer hat er im Alter zu einer expressiven Ausdrucksweise gefunden ohne dabei die Stimmungsmalerei seiner Jugend oder die erfolgreichen, lang zurückliegenden Jahre der „Secession“ zu verleugnen.
Preis auf Anfrage:
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