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Art. Nr.:
FERRARIHOF, 1921
WILHELM NICOLAUS PRACHENSKY Innsbruck 1898 – 1956 Innsbruck
Aquarell und Bleistift auf Papier, 515 x 392 mm
Signiert und datiert: Wilhelm Prachensky Innsbruck 22. April 1921
Der Ferrarihof bei Innsbruck war eines jener Lieblingsmotive Prachenskys, anhand derer er wieder und wieder die Möglichkeiten einer signethaften Verdichtung und Reduktion der charakteristischen Einzelelemente der Tiroler Lebenswelt erprobte. Am Ende dieses Prozesses standen dann die bekannten Bauernhofbilder, in denen einige wenige dunkel- kantige Formen dem meist fahlen Weiß einer Schneelandschaft ausgesetzt sind und damit eine herbe Lebenswelt bezeichnen. Das war Prachenskys epochale Typisierungsleistung, die er mit radikaleren Mitteln erreichte als Alfons Walde in seinen gefälligeren Dorfbildern. Am Weg dorthin jedoch durchlief Prachensky eine radikal expressionistische, starkfarbige Phase, der auch dieses Blatt entstammt. Die Aquarelle jener Zeit zählen zum schönsten, optimistischsten, das die Tiroler Malerei jener Jahre zu bieten hat. Eine Aufbruchsstimmung der gerade beginnenden Künstlerkarriere Prachenskys macht sich hier ebenso bemerkbar wie der unverkennbare Wille zur Festschreibung der Form in zeitlos gültigen Formeln. Doch das hat sicher auch mit den Motiven zu tun, die Prachensky sehr gezielt auswählte.
Preis auf Anfrage:
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Band 09
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