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Art. Nr.:
Winterlandschaft, 1918
WILHELM NICOLAUS PRACHENSKY Innsbruck 1898 – 1956 Innsbruck
Öl auf Karton, 38 x 34 cm
Monogrammiert und datiert: W.P. 1918
Im letzten Kriegsjahr, das Prachensky bei den Tiroler Kaiserjägern verbrachte, entstand diese kleine, aber dennoch eindrucksvolle Winterlandschaft der Tiroler Bergwelt. Ausgehend von kleineren Ausschnitten und unscheinbareren Motiven, wie es die beiden Bilder aus dem Jahr 1917 (Seite 54/55, M. Boeckl, Wilhelm Nicolaus Prachensky, Innsbruck 1998) zeigen, ist Prachensky hier bereits zum Wagnis der Gesamtschau übergegangen. Selten jedoch treten in seinem Œuvre, das die Tiroler Bergwelt zum zentralen Thema machte, Überblickspanoramen auf. Stets ist der Betrachter dazu verurteilt, als Gegenüber, wenn nicht sogar als darunter Stehender die Majestät dieser Bergriesen zu betrachten. Das hatte durchaus Kalkül, denn in Prachenskys moderner Vision gaben in dieser Welt die Naturstrukturen den Takt aller menschlichen Aktivitäten vor. Gekonnt setzt Prachensky hier wenige pastose Pinselstriche mit dem Ziel auf die Leinwand, eine unverkennbare Stimmung zu schildern: Das fahle Dämmerlicht des Winters, das typische Hell-Dunkel-Muster der Schnee- und Waldpartien, die kleinen Punkte, die wohl Stadel und Höfe darstellen. Eine Stimmung, die nur im authentischen Erleben, im Funktionalisieren dieser Motive für Ausdruckszwecke der Kunst in dieser kompakten, präzisen Form entstehen kann.
Preis auf Anfrage:
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