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Art. Nr.: 46
George Rickey
ONE UP ONE DOWN EXCENTRIC VAR. III, 1978 Kinetische Edelstahlskulptur mit 2 beweglichen Nadeln Höhe: 120,5 cm (maximal 155 cm) Auf dem obersten Teil der Standfläche signiert und datiert (jeweils eingeritzt): G. Rickey 1978
Eines von 3 numerierten Exemplaren Mit freudiger Leichtigkeit und doch präzise wie ein Uhrwerk bewegen sich die „Spielgeräte von George Rickeys empfindsamer Fantasie“, schreibt Werner Haftmann zum 80. Geburtstag über den Künstler (Zit. nach: Ausst.-Kat. George Rickey zum 80. Geburtstag. Skulpturen – eine Werkübersicht. Berlin, Galerie Pels-Leusden, 1987, S. 5/6).
Die kinetischen, konstruktiven Skulpturen Rickeys sind aufs Genau-este ausbalancierte Mobiles. Nie hat der Künstler seine Werke über Hilfsmittel angetrieben, sondern auf die von ihm entwickelte, perfekt abgestimmte Mechanik wie auch auf die Dynamik der Luftbewegung vertraut. Rickey kalkuliert die Radien- und Bewegungsabläufe der Nadeln. So sehr sie sich auch zuweilen annähern mögen, sie berühren sich zum Erstaunen des Betrachters nicht. Die Nadeln von „One up one down...“ machen unter den Kräften des Windes, der Thermik und der Schwerkraft unsichtbaren Raum sichtbar. Sie umschreiben in ihren stets andersartigen, mal sanften, dann wieder energischen Einzelbewegungen geometrische Volumina. Unablässig durchdringen sie einander im leeren Umraum.
Werner Haftmann erinnert sich in dem oben zitierten Brief an seinen Künstlerfreund an anderer Stelle seiner Empfindungen und Gedanken: „Es war vor den beiden pendelnden Riesennadeln Deiner großen und doch so grazilen Skulptur ‚Two Lines Temporal’, die, vom leisen Wind bewegt, eine zauberische Astronomie des Raumes vor dem Abendhimmel entwarfen, wie Zeichenstifte zweier unsichtbarer Naturkräfte – der Schwerkraft und der Luftströmung - , die in Deiner Inszenierung ihres Zusammenspiels eine zierliche Arabeske in den großen Naturraum seismographisch einzeichneten. Unsichtbares wurde sichtbar. Wirkkräfte der Natur verwandelten sich in reine visuelle Poesie, die auch die verehrende Empfindung des Menschen im Um- und Wirkfeld der großen Natur in sich hineinnahm.“ (a.a.O.) (JJ)
Provenienz: Privatsammlung, Berlin (direkt beim Künstler erworben) Ausstellung/en: Literaturhinweis: Jörn Merkert und Ursula Prinz (Hrsg.): George Rickey in Berlin 1967-1992. Berlin, Ars Nicolai, 1992, S. 367, Nr. P 27, mit Abb. / Ausst.-Kat. George Rickey. Skulpturen, Material, Technik. Berlin, Amerika Haus in Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, 1979, S. 28, mit Abb
Schätzpreis: von € 35.000,00 bis € 45.000,00
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