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Art. Nr.: 52
Carl Moll
Ansicht von Schönbrunn Carl Moll
(Wien 1861 - 1945 Wien)
Ansicht von Schönbrunn
Gouache auf Papier
87 x 65,5 cm
Provenienz: Dorotheum, 558. Auktion, Dezember 1962, Nr. 914; österreichischer Privatbesitz
Literatur:
Hans Dichand; Astrid Gmeiner. Carl Moll. Seine Freunde. Sein Leben. Sein Werk. Salzburg 1985. S. 65, Nr. 72 (Abb.).
Repr. Im Wandtafelwerk der k.k. Hof-und Staatsdruckerei 1918, Bl. 22 (Bemerkung: 1913 - 1925 entstanden in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Staatsdruckerei großformatige Farblithographien und Farbholzschnitte, z. Tl. Im "Wandtafelwerk für Schule und Haus" erschienen. www.austriaca.at/oebl_6/353.pdf, ÖBL VI 23. S. 353)
vgl. G. Tobias Natter; Gerbert Frodl. Carl Moll. Wien 1998. Nr. 52
An den Schnittpunkten der beiden Alleesterne östlich und westlich des Großen Parterres im Schönbrunner Schlosspark ist jeweils ein Rondeau angelegt, dessen Mitte von einem Najadenbrunnen betont wird. Die Najaden sind der griechischen Mythologie nach Nymphen, die über Quellen, Bäche, Flüsse, Sümpfe, Teiche und Seen wachen. Trocknete das Gewässer einer Najade aus, so musste sie sterben. Die Najaden waren oft Objekte örtlicher Kulte, die sie als Fruchtbarkeitsgöttinnen verehrten. Ihren Gewässern wurden mitunter eine magische heilende Wirkung oder prophetische Kräfte zugesprochen. Beide Skulpturengruppen wurden von Johann Christian Wilhelm Beyer (1725 - 1796) geschaffen, im Meidlinger Rundbassin ist die Najade mit einem Wasservogel spielend dargestellt.
Carl Moll wurde am 23. April 1861 in Wien geboren. Er studierte 1879 bis 1881 an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl. Ab 1881 war er Privatschüler und später auch enger Freund von Emil Jakob Schindler und dessen Familie. Zahlreiche gemeinsame Reisen führten ihn nach Jugoslawien, Griechenland und Deutschland. 1890 stellte Moll zum ersten Mal auf der Jahresausstellung im Wiener Künstlerhaus aus, dessen Mitglied er 1894 wurde.
Schätzpreis: von € 50.000,00 bis € 100.000,00
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