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Aktueller Katalog
Band 15

Art. Nr.: 22
ALFRED KUBIN, Leitmeritz/Böhmen 1877 – 1959 Zwickledt bei Wernstein am Inn
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WOLKE, 1903-1905

Mischtechnik, Tusche und Kohle auf Papier, 238 x 352 mm
Signiert links unten: AKubin

Spätestens seit der Übersiedlung aus der Großstadt München in die abgelegene Ortschaft Zwickledt, zwi-schen dem österreichischen Schärding und dem bayrischen Passau gelegen, interessiert sich Kubin intensiv für Landschaftsstimmungen. Die Naturlandschaft gleichsam vor seiner Haustüre ist ihm hier stets Anregung-sort für weiterführende Erzählsituationen, für die Entwicklung von narrativen Ahnungswelten: Die jeweils vor-gestellte Landschaft wird bei ihm immer zum Schauplatz von vielfach nur andeutungsweise erfahrbaren Ge-schehnissen. So steht hier wie auf einer Bühne ein einsames Haus, ein verlassener Weg, einzelne Bäume und Baumgruppen, die sich im Wind biegen und darüber eine große dunkle Wolke – schon wird das Auge des Betrachters direkt in eine geheimnisvolle Natursituation geführt, die unterschiedlichste Bildwelten evoziert: Das Bilderlebnis dieser Landschaft fungiert als Anregungsraum für die „eigene Dunkelkammer“ des Betrach-ters.
Das Blatt stammt aus der kurzen, rein malerischen Entwicklungsphase des Künstlers, der sich nach ersten Erfolgen als Zeichner, ab etwa 1903/1904 nun verstärkt mit Malerei beschäftigt, allerdings auch in diesem Zusammenhang niemals das kleine Format und auch den Bildträger Papier oder Karton verlässt. Sein Inte-resse zielt hier auf die Welt der Farben aber auch die konzentrierte Auseinandersetzung mit fließend ineinan-der gesetzten Formbestimmungen anstelle der zeichnerischen Konturdefinitionen früherer Jahre.


CLOUD, 1903–05
Mixed media, ink and charcoal on paper, 238 x 352 mm
Signed (lower left): AKubin

Kubin’s fascination for landscape atmospheres emerged at the latest after his move from Munich to the remote village of Zwickledt, between Schärding in Austria and Passau in Bavaria. The landscape he found virtually on his doorstep was a constant source of inspiration for stories that could be continued and for developing narratives about imaginary worlds. His landscapes are always a setting for happenings that are generally only suggested. Thus, in this work we see, as if on a stage, a solitary house, a deserted lane, a few trees bending in the wind, and a large, dark cloud looming above. The viewer’s eye is led directly into a mysterious situation in nature evoking very different pictorial worlds: the experience of this landscape provides inspiration for the viewer’s own ‘dark room’.
This work originates from the brief, purely painterly phase in the artist’s development, who after his initial successes as a draughtsman, from about 1903–04 started concentrating more on painting. In this medium too, he did not abandon his accustomed small format and the support of paper or cardboard. His interest was focused on colours and merging forms instead of the graphic, defined outlines that characterized his earlier years.

Peter Assmann

Literatur: Annegret Hoberg (Hg.): Alfred Kubin. Neue Galerie New York und Prestel Verlag München, Berlin, London, New York 2008,
vgl. S. 183, Abb. 73.



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