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Art. Nr.: 1026
Wanduhr „Laterndluhr“
Mahagoni furniert und politiert, lineare Ahornintarsie; Zifferblatt Email; Grahamgang; Gangdauer 1 Monat; Wanduhr „Laterndluhr“
2. Viertel 19. Jahrhundert
Mahagoni furniert und politiert, lineare Ahornintarsie; Zifferblatt Email; Grahamgang; Gangdauer 1 Monat;
H. 127 cm
Provenienz: aus der Sammlung Prof. Dr. Rudolf Leopold
Eine Wiener Spezialität stellen die so genannten "Laterndluhren" dar. Diese volkstümliche Bezeichnung haben die Wanduhren auf Grund des laternenartigen Aufbaues des Uhrkastens erst im 20. Jahrhundert bekommen. Ihre Entwicklung aus den Wanduhren der Empirezeit ist deutlich erkennbar. Hatten die Uhren um 1800 noch keine giebelförmigen Dacherln und waren die seitlichen unteren Kastenteile noch nicht verglast, so finden sich bei den Biedermeieruhren nur mehr diese Kastenformen. Die Uhren der Biedermeierzeit waren außerdem selten aus dem teuren Edeholz Mahagoni, sondern vowiegend aus heimischen Hölzern gefertigt.
Die Zifferblattreifen waren prächtig guillochiert und feuervergoldet. Die Uhrwerke wurden in bester Handwerksarbeit hergestellt, meist mit langer Gangdauer. Monats- und Jahresuhren waren keine Seltenheit, wobei bei den Jahresuhren das Antriebsgewicht geteilt wurde. Ein Flaschenzug trug zwei Gewichte, auf Grund dieser Ausführung konnte der Uhrkasten etwas flacher gehalten werden. Für die Senkrechtstellung hatten die Wanduhren seitlich angebrachte Stellschrauben. Aber auch bei den Bodenstanduhren der Biedermeierzeit finden sich solche Stellschrauben, da diese Uhren in Wirklichkeit nicht am Boden stehen, sondern an der Wand hängen.
Einfache, gradlinige Uhrkästen mit einem Dacherl werden heute auch als "Dachluhr" bezeichnet. Die späten Biedermeieruhren, kurz nach 1850, weisen auch schon Schnitzwerk und Kastenaufsätze auf. (Ausstellungskatalog Uhrenmuseum Wien, S. 118)
Schätzpreis: von € 15.000,00 bis € 30.000,00
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Nachverkauf der 83. Kunstauktion vom 29. + 30. März 2011
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