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Art. Nr.: 2
LIEBLICHE SCHLUCHT, 1966
EDUARD BÄUMER Castellaun/Hunsrück 1892 – 1977 München
Öl auf Leinwand, 65 x 75 cm
Es sind besonders die späten Öl- und Ölkreidebilder (1960 – 1977), für die Eduard Bäumer bekannt ist. Interessant ist aber auch, aus welchen Quellen er schöpfte. Nach dem Studium am Städel in Frankfurt, waren für ihn die Itten-Schule in Berlin, das Bauhaus, der Kubismus in Frankreich und die Neue Sachlichkeit in Deutschland entscheidende künstlerische Eindrücke. Der Expressionismus blieb ihm fremd. Auf seinen Reisen nach Italien in den 20er Jahren entdeckte Eduard Bäumer die Landschaft der Abruzzen, die ihn zu kristallinen, strengen Kompositionen anregte. Die wilde Natur um Cervara die Roma war das, was er als „Urheimat“ empfand.
Nach seiner Lehrtätigkeit an der Akademie für angewandte Kunst in Wien (von 1946 – 1963), die er sehr ernst nahm, und die ihm kaum Zeit für eigene Arbeit liess, wandte Bäumer sich wieder konzentriert seiner Malerei zu und entdeckte in Kalabrien die ihm adäquate Landschaft. Hier fand er das Urtümliche wieder, das er in den Abruzzen schon erlebt hatte und entwickelte eine höchst originäre Sprache der Landschaftsmalerei. Kraftvolle Farben und strenge Komposition, eine lichtvolle Heiterkeit, die den Ernst in sich trägt, so dass der Dichter Guttenbrunner schreibt, seine Malerei sei die „Verbindung zwischen Handwerk und Poesie, Technik und Geist, Klarheit und Feierlichkeit, Dürftigkeit und Herrlichkeit.“ Und Otto Breicha meinte „Besseres kann man nämlich auch von anderen nicht behaupten, was in der neuen Malerei (und in der Malerei überhaupt) einschlägig vorkommt.“
CHARMING GORGE, 1966
Oil on canvas, 65 x 75 cm
Eduard Bäumer is most well known for his late pictures in oils and oil crayon created between 1960 and 1977. His sources of inspiration are also interesting. After studying at Städel art college in Frankfurt, the Itten School in Berlin, the Bauhaus, Cubism in France and Neue Sachlichkeit in Germany were all important artistic influences. Expressionism always remained alien to him. During his travels to Italy in the 1920s, Eduard Bäumer discovered the scenery in Abruzzo, which inspired him to create crystalline, stringent compositions. He felt that the wild countryside around Cervara di Roma was his ‘original homeland’.
Bäumer taught at the Academy of Applied Art in Vienna from 1946 to 1963 and devoted all his energies to this, leaving very little time for his own work. After this period, Bäumer again started concentrating on painting and he discovered Calabria. Here he found another untouched natural landscape, which he had experienced before in Abruzzo, and he developed a very original language in landscape painting. Bold colours and a stringent composition, a light-flooded cheeriness that also encapsulates serious content. It was these qualities that inspired the poet Guttenbrunner to write that Bäumer’s painting is the ‘connection between craft and poetry, technique and spirit, clarity and solemnity, sparseness and splendour.’ And Otto Breicha stated that: ‘One cannot say anything better about others, in terms of what is happening in new painting (or in painting in general).’
Angelica Bäumer
Literatur: Eduard Bäumer. Ein Leben in Bildern. Hochschule für angewandte Kunst in Wien und Salzburger Landessammlungen Rupertinum (Hg.). Verlag Galerie Welz. Salzburg 1992. Farbabb.S.343
Preis auf Anfrage:
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