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Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien, Website öffnen

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Landschaft

Art. Nr.: 7
MONTE PELEGRINO, PALERMO, SICILIA, um 1931
JOSEPH FLOCH Wien 1894 – 1977 New York

Öl auf Leinwand, 60 x 92 cm
Signiert rechts unten: Floch

Im Frühjahr 1931 unternahm Floch eine Italienreise, die ihn bis nach Sizilien führte: „...die herrlichen Fresken in Arezzo, Neapel, Pompeji Museum, Palermo, die Metope von Selin, das schönste, was ich gesehn, ein wenig gezeichnet... (in Neapel die prachtvollen Fresken von Marées gesehen)“, notierte er am 14. Mai in sein Tagebuch. Vermutlich nach solchen Zeichnungen vor Ort entstand eine Serie von Ansichten des Monte Pellegrino in Öl, von denen bislang drei bekannt geworden sind (WVZ Nr. 217-219) und diese vierte kürzlich aufgetaucht ist. Floch wählte für seine Ansichten jeweils einen ähnlichen Standpunkt am südlichen Ende der Hafenanlagen von Palermo und richtete den Blick quer über die Meeresbucht Richtung Norden, wo sich steil und unvermittelt das bis auf 900 Meter ansteigende verkarstete Felsmassiv des „Pilgerberges“ erhebt, der nicht nur in einer seiner Höhlen die Reliquien der hl. Rosalia, der Patronin von Palermo, beherbergt, sondern selbst wie eine riesige steinerne Matrone über der Stadt hockt. Floch betont die mythische Aura des „Pellegrino“ durch koloristische und kompositorische Mittel. Die nicht von ungefähr an den gebrochenen, dunkel-erdigen Freskenton vom Marées erinnernde Farbgebung ist ganz auf dem archaisierenden Kontrast der rötlichen Brauntöne im Vordergrund und dem manchmal ins Türkis gehenden Blau von Himmel, Meer und Berg aufgebaut; ebenso vereinfacht, verknappt und karg wirkt die Linienführung, welche die Hafengebäude nur mit wenigen Strichen andeutet. Wie ein geometrisches Signet für das gesamte Bild erscheinen die auf eine Zickzacklinie reduzierten Serpentinen des den breiten Hang hinaufführenden Pilgerweges in der Mitte.

MONTE PELLEGRINO, PALERMO, SICILY, c. 1931
Oil on canvas, 60 x 92 cm
Signed (lower right): Floch

In the spring of 1931, Floch went on a trip to Italy which took him as far as Sicily: ‘…the beautiful frescoes in Arezzo, Naples, Pompeii Museum, Palermo, the metope from Selinus – the most beautiful I’ve ever seen; did some drawing… (saw the magnificent frescoes by Marées in Naples)’, he noted in his diary on 14 May. A series of views of Monte Pellegrino in oils was probably based on these drawings which he did in Italy. Until now, three of these were known (cat. rais. 217–219) and this fourth landscape has recently emerged. Floch chose a similar vantage point for his views – standing at the southern end of Palermo port gazing northwards across the bay to where the steep, karstified ‘pilgrims’ mountain’ rises up abruptly to the height of 900 metres. Monte Pellegrino not only has relics of Saint Rosalie, Palermo’s patron saint, tucked away in its caves but itself seems to brood over the city like some gigantic stone matron. Floch emphasized the mythical aura of the ‘Pellegrino’ in his use of both colour and composition. The colours, which by no coincidence bear a resemblance to the broken, dark and earthy shades of Marées’s frescoes, are based on an archaic style of contrasting the reddish brown tones of the foreground and the blues and turquoise shades of the sky, sea and mountain. The lines seem equally simplified, pared down and sparse, capturing the port buildings with just a few strokes. The pilgrims’ path appears like a geometric signet for the entire picture, as it snakes up the broad slopes of the mountain in the middle in a single zigzag.

Anselm Wagner


Literatur: Karl Pallauf: Josef Floch, Leben und Werk. Österreichischer Kunst- und Kulturverlag. Wien 2000, vgl. Abbildung S. 195, Nr. 217 - 219.
Preis auf Anfrage:


Band 10
3 4 7 10 12
EIN SCHNI... BLUMEN VO... MONTE PEL... STRANDSZE... VOGELFLUG...