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Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Städtebilder

Art. Nr.: 11
PALMENTRANSPORT, 1946
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GEORG JUNG Salzburg 1899 – 1957 Wien

Öl auf Leinwand, 99,5 x 89 cm
Signiert und datiert links oben: G. JUNG 46

Künstler halten immer Ausschau nach Eindrücken, die die Alltagswahrnehmung durchbrechen. Oft sind es unscheinbare Vorfälle und Beobachtungen, die erst in der Sichtweise des Künstlers eine singuläre Bedeutung annehmen. Eine Begegnung dieser Art hatte der Maler Georg Jung im Juli 1924 auf den Straßen von Berlin. Ein Pferdefuhrwerk, beladen mit einer Fracht exotischer Gewächse, das sich seinen Weg durch den Verkehrsstrom bahnte, berührte ihn wie ein Mirakel. Der seltsame Kontrast ließ das hoch aufgetürmte Gefährt wie eine Botschaft aus einer anderen Welt erscheinen. Unverzüglich setzte er seine Vision in ein Gemälde um, das sich heute im Salzburger Museum befindet.
Jung hatte die Gewohnheit, sich Themen, die ihn einmal faszinierten, immer wieder vorzunehmen. Im Fall des „Palmentransport“ hat es bis zur Wiederaufnahme über zwanzig Jahre gedauert, während denen sich sein Idiom stark verändert hat. Geblieben ist der Eindruck des Unwirklichen, der im krassen Widerspruch zur Realistik des Sujets steht. Das frühere Bild war von einer angsterfüllten, kafkaesken Getriebenheit erfüllt, jetzt herrscht eine fast meditative Reglosigkeit. Der Maler scheint einem mysteriösen Spiel der Farben und Klänge zu lauschen. Im Gegensatz zu fast monochrom gehaltenen älteren Fassung hat er darauf verzichtet, das fantastische Pflanzengebilde dramatisch aus seiner Umgebung herauszuheben. Er zeigt sozusagen bereits das Resultat des „Palmen-Zaubers“, die Wirkung einer unerklärlichen Verwandlung.

TRANSPORT OF PALMS, 1946
Oil on canvas, 99.5 x 89 cm
Signed and dated (top left): G. JUNG 46

Artists are always on the lookout for impressions that break through our customary way of seeing the world. It is often unspectacular occurrences and observations that take on a unique significance in the artist’s eyes. The painter Georg Jung had an encounter of this kind in July 1924 on the streets of Berlin. A horse and cart laden with exotic plants, pushing its way through the stream of traffic, affected him like a miracle. This strange contrast made the piled high vehicle appear like a message from another world. He promptly translated his vision into a painting, which today is in the Salzburger Museum.
Jung had the habit of tackling subjects that had once fascinated him time and again. In the case of Transport of Palms, twenty years went by before he took up the topic again and during this time he had changed his idiom significantly. What has remained is the impression of unreality, which rather contradicts the fact that it is a real scene. The earlier picture was filled with frightened, Kafkaesque bustle; now there is an almost meditative motionlessness. The painter seems to be listening to a mysterious interplay of colours and tones. In contrast to the almost monochrome earlier version, in this work the artist hasn’t set off the fantastical plant dramatically from its surroundings. It would seem that he is showing the result of this ‘palm magic’, the effect of this inexplicable transformation.

Nikolaus Schaffer

Literatur: Albin Rohrmoser: Georg Jung. Salzburger Museum Carolino Augusteum. Salzburg 1982.
Preis auf Anfrage:


Band 10
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REST, 1956 STRANDSZE... PALMENTRA... VOGELFLUG... BIRD – FL...