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Art. Nr.: 14
NACH RECHTS SITZENDER AKT MIT VERDECKTEM GESICHT, um 1908/09
GUSTAV KLIMT Wien 1862 – 1918 Wien
Bleistift auf Papier, 559 x 372mm
Studie zu „Tod und Leben“
Die Zeichnung gehört zur frühesten, um 1908/09 entstandenen Gruppe der Studien für das Gemälde „Tod und Leben“, dessen erste Version 1911 auf der Internationalen Ausstellung in Rom gezeigt wurde; 1916 schloss Klimt das Projekt mit der endgültigen, stark geänderten Fassung ab. Die vorliegende Studie lässt sich mit der Frau des Liebespaares verbinden, das sich ganz im Vordergrund der Menschengruppe befindet. In der zusammengekauerten Gestalt mit dem vorgebeugten, von den Händen verdeckten Gesicht versuchte Klimt - ausgehend von seinen Zeichnungen für das Fakultätsbild „Medizin“ (1901) – den adäquaten Ausdruck für das Gefühl der Trauer zu vermitteln. Auffallend ist die komplizierte Stellung der sitzenden Gestalt, mit den dem Betrachter zugewandten Oberschenkeln, dem halb zur Seite gedrehten Oberkörper und der Profilstellung des vorgebeugten Gesichts. Trotz der Komplexität dieser Haltung überwiegt der Eindruck des klaren, geschlossenen Umrisses, der durch sparsame, sichere Linien festgelegt wurde. Kennzeichnend für das Blatt sind die geometrisch gegliederten Körperformen, die auf Grund des mit wechselndem Druck geführten Bleistifts verschiedene Tiefenstufen vermitteln. Besonders deutlich manifestiert sich hier das für Klimt charakteristische Spannungsfeld zwischen Raum und Fläche.
SEATED NUDE FACING RIGHT, HER FACE COVERED, c. 1908/09
Pencil on paper, 559 x 372 mm
Study for Death and Life
The drawing is one of the sketches from the earliest group of studies of around 1908/09 for the painting Death and Life. The first version of this painting was shown at the International Exhibition in Rome in 1911; in 1916 Klimt completed the project with the final, much changed work. This study bears a resemblance to the female lover in the foreground of the group of people. In the hunched up figure, with her head in her hands, Klimt was trying to find an adequate expression for the feeling of grief – harking back to his drawings for the faculty painting Medicine (1901). The seated woman is in a strikingly complicated pose – her thighs are turned towards the viewer, her torso twists partially to one side and her bowed head is in profile. In spite of the complexity of this posture, the overriding impression is of a clear and compact outline captured in sparing, assured lines. The drawing is characterized by geometrically structured body parts, which, with the varying pressure applied to the pencil, convey different gradations of depth. In this drawing Klimt’s characteristic spatial tension between surface and depth emerges with particular clarity.
Marian Bisanz-Prakken
Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1904 -1912. Band II. Verlag Galerie Welz. Salzburg 1982, WVZ Nr 1856.
Preis auf Anfrage:
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