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Art. Nr.: 31
ST. KATHREIN, 1924
ARTUR NIKODEM Trient 1870 – 1940 Innsbruck
Öl auf Leinwand, 28 x 27 cm
Signiert und datiert links unten: A.NIKODEM 24
Verso bezeichnet: A. NIKODEM | 1924 | St.Kathrein
Dem kraftvoll farbigen, vor Intensität vibrierenden Bild „St. Kathrein“ merkt man den persönlichen Verlust, den das Jahr 1924 Artur Nikodem bringt, nicht an. Im Juni dieses Jahres stirbt Gunda Maria Wiese, Nikodems Lebensgefährtin seit 1922. Der Maler und die Kunstgewerblerin teilten ein Atelier und veranstalteten gemeinsame Ausstellungen. In seiner Kunst kann der Künstler seine Lebensfreude zurückholen.
Die Bergwelt und die einsamen der Natur trotzenden Berggehöfte sind Motive, die den Künstler von jeher fasziniert haben. Die Übergänge von Landschaft und Architektur sind fließend, die bunten Farbflecken des Berghanges gehen in die Mauern des darauf erbauten Hofes über. Man weiß nicht wo das eine anfängt und das andere aufhört. Die Farben der Natur finden sich in der Hausfassade wieder. Das Holzdach wird von den Strahlen der untergehenden Sonne beleuchtet und gibt im rötlichen Farbton die Wärme der Sonnenstrahlen ab. Auch im Stofflichen unterscheidet sich der Stein der gebauten Architektur nicht vom natürlichen Stein der Bergwelt. In der Darstellung des Lebensraumes der Menschen in den Bergen versucht der Künstler ihrem Wesen auf den Grund zu gehen. Die vom Menschen gebaute Architektur des Berghofes ist Teil der sie umgebenden Bergwelt, ebenso wie ihre nicht sichtbaren Bewohner.
ST. KATHREIN, 1924
Oil on canvas, 28 x 27 cm
Signed and dated (lower left): A.NIKODEM 24
Verso inscribed: A. NIKODEM | 1924 | St. Kathrein
In this boldly coloured picture St. Kathrein, which quivers with intensity, one gains not an inkling of the personal loss endured by Artur Nikodem in the year of 1924. In June that year Gunda Maria Wiese, Nikodem’s partner since 1922, died. The painter and the applied artist had shared a studio and put on exhibitions together. In his art, the artist was able to restore his lust for life.
Mountains and the solitary mountain farms defying nature are motifs that have always fascinated artists. There are flowing transitions from landscape to architecture; the mountain slope’s bright planes of colour merge into the walls of the farm built upon it. We cannot make out where one thing begins and the next ends. The colours of nature can be found in the façade of the house. The wooden roof is illuminated by the setting sun and its reddish shade radiates the warmth of the sun’s rays. In texture the stone of the building does not differ from the natural stone of the mountains. In depicting man’s environment in the mountains the artist was attempting to get to the very heart of the matter. The man-made architecture of the farm is a part of the surrounding mountains as much as its unseen inhabitants.
Sophie Cieslar
Literatur: Artur Nikodem (1870 – 1940). Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Innsbruck 2000. - Gottfried Hohenauer: Artur Nikodem. Innsbruck 1961- Ausstellungskatalog: Artur Nikodem (1870 – 1940) „...Kunst ist Schaffen aus seiner Seele“. Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Innsbruck 5.4. – 25.6.2000. - Südtiroler Kulturinstitut. Waltherhaus. Bozen 2. – 24. 10. 2000.
Preis auf Anfrage:
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