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Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
geometrische oder abstrakte Darstellung und Kompositionen
Landschaft

Art. Nr.: 54
LANDSCHAFT - ROT, BLAU, GRÜN, 1988
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  tempera
MAX WEILER Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien

Eitempera auf Leinwand, 100 x 200 cm
Signiert und datiert rechts unten: Weiler 88

In den späten 1980er Jahren fand Weiler nach einem bereits sechs Jahrzehnte überspannenden Œuvre und mehreren dramatischen Wendepunkten zu einem letzten großen Abenteuer – seinen großformatigen, starkfarbigen „Landschafts“-Bildern, die in ihrem intensiven Kolorit die gedecktere und reduzierte Palette der 1970er Jahre ablöste. Der Abstraktionsgrad dieser Bilder ist im Vergleich mit den vorhergegangenen Werkperioden noch weiter gesteigert – weshalb nun umgekehrt auch die Bildtitel immer gegenständlicher werden. Je klarer bestimmte Motive oder Objekte benannt werden, desto freier kann Weiler ihren Geist ausdrücken, der in den Bildern zu einer neuen, von der gegenständlichen Handlung völlig unabhängigen Form findet. So wird klar, dass es sich nicht um eine Landschaft im gegenständlichen Sinne handelt, sondern um das Erlebnis von Natur, eine Art Gefühls-Landschaft. Wie in den früheren Bildern ähnlicher Sujets gibt es bei Weiler keinen rationalen Tiefenraum, die einzelnen Bildmotive schweben in unbestimmter Umgebung. Die Eitempera verleiht den Farbflecken eine leuchtende Präsenz ohne störende Glanzeffekte, denen Weiler stets skeptisch gegenüberstand. Der unbestimmte Raum und die absolute Autonomie der Bildelemente legen nahe, dass Weiler Analogien zur Schöpfung beschreibt, eine Art inneres Universum, das in der kontemplativen Bewunderung der sichtbaren (Natur-)Welt entsteht und so auch Rückwirkungen auf unser Verhalten dieser gegenüber erlaubt.

LANDSCAPE – RED, BLUE, GREEN, 1988
Egg tempera on canvas, 100 x 200 cm
Signed and dated (lower right): Weiler 88

In the late 1980s, after an œuvre of six decades and several dramatic turning points, Weiler embarked on his last great adventure – his large scale, vibrant ‘landscape’ pictures which replaced the more muted and limited palette of the 1970s with intensive colours. By comparison with previous periods, the degree of abstraction in these pictures has increased – which is why, conversely, the picture titles have become more representational. The more clearly Weiler names his motifs or objects, the more freely the artist is able to express their spirit, which is manifested in the pictures in a new form, completely detached from representational concerns. In this way it clearly emerges that this is not about a landscape in the representational sense but about experiencing nature – a type of emotional landscape. As in the earlier pictures with similar subjects, in Weiler’s work there is no rational depth; the individual pictorial motifs float in an undefined environment. Egg tempera endows the planes of colour with a luminosity without the disturbing shine, about which Weiler was always sceptical. The undefined space and the absolute autonomy of the pictorial elements seem to suggest that Weiler was describing analogies to the Creation, a type of inner universe which arises in contemplative admiration of the visible natural world and thus can affect our behaviour towards it.

Matthias Boeckl

Literatur: Verein der Freunde des Werkes Max Weilers (hrsg.): Max Weiler, Aus der Natur gemacht, Bilder von 1927 bis 1997. Tyrolia Verlag. Wien 1997. Farbabb. S. 234.

Preis auf Anfrage:


Band 10
50 51 52 53 54
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