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Art. Nr.: 04
Fregatte auf hoher See - Fingerring
G. Stephany und J. Dresch
Ende 18. Jahrhundert, im Stil der in den 1790er Jahren für den englischen König Georg III. in London als Hofbildhauer tätigen Künstler G. Stephany und J. Dresch (Lit.: P. W. HARTMANN, Elfenbeinkunst, S.119-131).
Bei der Fregatte mit geblähten Segeln handelt es sich um eines der kleinsten Exemplare dieses Motivs, gemäß dem seinerzeit geltenden Leitsatz: „Je kleiner und feiner, desto wertvoller.“
Das Sujet einer mit geblähten Segeln dargestellten Fregatte wurde von den beiden aus Deutschland stammenden Hofbildhauern unter dem Titel „A Frigate“ erstmals 1791 an der Royal Academy of Arts in London präsentiert. Infolge der großen Begeisterung, die das minutiös gestaltete Segelschiff bei der kunstsinnigen und an Raritäten interessierten Londoner Gesellschaft auslöste, wurde das Motiv in der Folge als Auftragsarbeit in verschiedenen Größen gestaltet.
In den folgenden Jahren waren insgesamt zwölf Werke, u. a. Pastoralszenen, der beiden Künstler an der Akademie in London ausgestellt und wurden um „heavy sums“ verkauft. Wie es heißt, waren Stephany und Dresch sehr vermögend, da Kunstliebhaber einander überboten, um von den beiden Hofbildhauern ein Kunstwerk erwerben zu können.
Wie nahezu alle in Mikrotechnik ausgeführten Elfenbeinreliefs hat auch diese „Fregatte auf hoher See“ zwei verschiedene Fassungen. Der Künstler setzte das Schiff in eine 1,6 x 1,3 cm große Zargenfassung ein und fixierte die Glasabdeckung durch ein Einsatzrähmchen aus Gold. Mit dieser „Primärfassung“ wurde das Objekt als „Kunststück“ verkauft. Der Käufer ließ das Objekt dann zusammen mit der „Primärfassung“ von einem Goldschmied als Ringkopf in einen mit blauem und weißem Email verzierten dekorativen Fingerring aus Gold (18 Kt.) einsetzen. Eine solche zweite Fassung wird „Sekundärfassung“ genannt
Preis: nicht vermerkt
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