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Art. Nr.: 2
TROPEA, 1965
EDUARD BÄUMER Castellaun/Hunsrück 1892 – 1977 München
EDUARD BÄUMER
Castellaun/Hunsrück 1892 – 1977 München
2
TROPEA, 1965
Öl auf Leinwand, 70 x 81 cm
Monogrammiert links oben: E B
Datiert rechts oben: 6 65
Die Natur war für Eduard Bäumer die Herausforderung für seine Malerei. Sie war ihm Motiv und geistige Anregung, er wollte ihr auf den Grund gehen und dorthin gelangen wo Platon sagt: „die Natur ist ein Wesen.“ Der Weg dahin war lang und seine Suche nach den Quellen führte ihn so manchen Umweg, auch wenn er schon in den 20er Jahren in den Abbruzzen diese Urheimat der Felsen und Schluchten erlebt hatte. Himmel und Erde, aber auch das Meer, um diese Ur-Themen der Natur kreiste sein geistiges und malerisches Suchen. Er malte die Berge und den Himmel, aber „ich möchte das Meer malen“ sagte er immer wieder, um dann zu meinen: „ich werde es, am Ende meines Lebens“. Und tatsächlich, im letzten Maljahr, 1975, kam er aus Kalabrien, das ihm im Alter, und nach seiner Emeritierung von der Hochschule für angewandte Kunst, schließlich zum Malland geworden war, mit Bildern vom Meer zurück. Das Meer und die Felsen, der Himmel und die Bäume, die Schluchten und steinigen Wege, das war es, was er gesucht und schliesslich in Kalabrien gefunden hatte. 20 Jahre lang fuhr er in diese unwirtliche Gegend, die hart und rau ist, wie ihre armen Bewohner. Nicht liebliches Italien, sondern Urland, ungerodet, ungepflegt, aber echt und unverfälscht. Aber wer sich dieses Land errungen hat, der hat es gewonnen. Und Eduard Bäumer hat es sich in seinen Bildern angeeignet, es wurde ihm zum malerischen Schicksal, das er einsam aber dankbar annahm.
Angelica Bäumer
Literatur: Eduard Bäumer. Ein Leben in Bildern. Hochschule für angewandte Kunst in Wien und Salzburger Landessammlungen Rupertinum (Hg). Verlag Galerie Welz. Salzburg 1992, vgl. Abb. S. 219 und S. 221.
Preis: nicht vermerkt
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