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Art. Nr.: 41
KOMPOSITION, um 1945
WOLFGANG PAALEN Wien 1905 – 1959 Mexiko
WOLFGANG PAALEN
Wien 1905 – 1959 Mexiko
41
KOMPOSITION, um 1945
Öl auf handgeschöpftem Papier, 625 x 450 mm
Monogrammiert rechts unten: WP
Der Maler, Grafiker, Objektkünstler, Schriftsteller und Kunsttheoretiker Wolfgang Paalen zählt – auch international gesehen – zu den bedeutendsten österreichischen Künstlerpersönlichkeiten aus der 1. Hälfte des
20. Jahrhunderts. Dennoch ist dieser 1905 in Wien geborene und 1957 in Taxco/Mexiko gestorbene Künstler in Österreich nur wenig bekannt. Dies liegt vor allem daran, dass sich der junge Paalen zunächst nach Berlin, dann vor allem nach Paris und schließlich nach New York, San Francisco und Mexiko orientiert hat. In der 2. Hälfte der 30er Jahre fand er in Paris Anschluss an den engsten Kreis der Surrealisten, bis er 1939 nach British Columbia aufbrach und schließlich in dem Exilland Mexiko eine neue Heimat fand.
1942 veröffentlichte er in der von ihm herausgegebenen, sehr wichtigen Avantgardezeitschrift „DYN“ den viel beachteten Aufsatz „Farewell au Surréalisme“. Paalen sah nun die Zukunft der Kunst in einer Synthese zwischen der modernen Wissenschaft, vor allem Physik, Astrophysik und Astronomie, und der „rhythmischen“ und emotiven Kraft einer abstrakten Kunst.
Ein zentrales Werk dieser postsurrealistischen Zeit ist das große Tafelbild „Les Cosmogènes“ aus dem Jahr 1944. Die vorliegende „Komposition“ (um 1944) ist sicher eine Arbeit aus dem Umfeld dieses Bildes mit den majestäthaften, kosmischen Gestalten, wenn auch der breiter, flächenhafter werdende Pinselstrich schon auf Arbeiten um 1950 hinweist.
Dieter Schrage
Literatur: Museum moderner Kunst Wien (Hg. D. Schrage): Wolfgang Paalen. Zwischen Surrealismus und Abstraktion. Wien 1993, Les Cosmogènes, Abb. S. 231; Andreas Neufert: Wolfgang Paalen. Im Inneren des Wals. Springer Verlag. Wien 1999, vgl. Abb. S. 322 – 327.
Preis: nicht vermerkt
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