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Art. Nr.: 56
WIE EINE LANDSCHAFT, ZWEI GRÜNE BERGE UND WOLKE, 1963
MAX WEILER Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien
MAX WEILER
Absam bei Hall in Tirol 1910 – 2001 Wien
56
WIE EINE LANDSCHAFT, ZWEI GRÜNE BERGE UND WOLKE, 1963
Eitempera auf Leinwand, 60 x 120 cm, signiert und datiert rechts unten: Weiler 63
Dieses querformatige, in harmonischen Grün- und Ockertönen gehaltene Gemälde ist das erste einer komplexen Serie von Landschaftsdarstellungen der frühen sechziger Jahre, die später „Wie eine Landschaft“ übertitelt wird.
Zwei kleinen, vereinfacht dargestellten moosgrünen Berggipfeln auf braunem Terrain nähert sich rechts eine schräggestellte, schwarzbraune Wolke. Die reduzierte Szenerie findet vor einem in hellsten Braun- und Ockertönen andeutungsweise strukturierten Himmel statt, so dass die extrem dunkle Wolke die Komposition in ihrer auf die beiden Gipfel ausgerichteten Dynamik dominiert und den eigenartig leer anmutenden Bildgrund betont.
1995 hebt Oskar Breicha anlässlich der Ausstellung: „Max Weiler &Mac226;Wie eine Landschaft’, Bilder von 1961 – 1967“, im Belvedere diese Arbeit besonders hervor: „Mit einem Mal war Weiler mit diesem Bild etwas aufgegangen worauf er sich als Maler lange Jahre hinentwickelt hatte“, nicht nur nichts Konkretes abzubilden, sondern den Raum als solchen im Bild neu zu definieren. Nur durch wenige Nuancen und subtil gesetzte Lasuren angedeutet, entsteht malerisch tatsächlich eine spürbar luftige Atmosphäre, die „ … das Gefühl großer Weiträumigkeit suggeriert, das, was den Himmel erst wirklich zu einem Himmel macht“.
Zusammenfassend schreibt Breicha weiter: „Etwa um 1960 herum war jener Punkt erreicht, von dem an Weiler seine Kunst von den zeitkünstlerischen Strömungen um ihn herum entschieden emanzipierte. Spätestens damals wurde er zum Gestalter einer eigenen spezifischen Bilderwelt, die so ist, wie sie ist und, wie sie ist, erfahren werden muss. (…) Weil er ein Maler ist, der es auf Gefühle anlegt, ist es ein Fühlen, welches über das, was sich ihm jeweils abbildet, weit hinausreicht: auf dass beim Malen und in seiner Malerei etwas sich einstellt, was ein insbesonderes Weltempfinden und Innewerden von Natur bezeugt, etwas entsteht, was innerhalb der zeitgenössischen Kunst allein und einzigartig dasteht.“
Alexandra Grubeck
Literatur: Otto Breicha: Max Weiler. Wie eine Landschaft. Österreichische Galerie Belvedere. Wien 1995, Abb. S. 10, Zit. S. 12/13; Gottfried Boehm: Der Maler Max Weiler. Das Geistige in der Natur. Springer Verlag. Wien - New York 2001, Abb. S. 256; Siehe auch www.maxweiler.at.
Preis: nicht vermerkt
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