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Internet - Auktion

300 Jahre Dorotheum
Jahresrückblick 2007

26.-30. November 2007:
Jubiläumsauktion Teil IV
 
 
Auktionskalender

Dorotheum GmbH & Co KG (Wien)
IA - International Auctioneers
, A-1010 Wien, Website öffnen

Dieses Stück war in der bereits abgelaufenen Auktion am 24.04.2007

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Kunst des 15. Jahrhunderts
Kunst des 16. Jahrhunderts
Alte Meister
Erotik, Akte
religiöses, philosophisches oder mythologisches Thema

Art. Nr.: 463
Wolfgang Krodel d.Ä. (geb. um 1500 tätig 1526 – 1561 in Schneeberg/ Sachsen)
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Adam und Eva im Paradies,
unten Mitte signiert und datiert “WK 1543”, Öl auf Holz, 118 x 79 cm, gerahmt, (Wo)


Gutachten: Wir danken Herrn Ludwig Meyer für die Bestätigung der Eigenhändigkeit dieses bisher unbekannten und unpublizierten Gemäldes von Wolfgang Krodel. Meyer nennt es “eines der wichtigsten überhaupt von diesem Meister, das deutlicher als jedes andere, seine Schulung durch den älteren Cranach zeigt”.

Ludwig Meyer, Archiv für Kunstgeschichte, schreibt am 6. Februar 2007: “Für die Kunstgeschichte ist das Gemälde eine wichtige Neuentdeckung, die sich nahtlos in das bisher schon bekannte Oeuvre Krodels einfügt.” Meyer vergleicht das vorliegende Werk mit Wolfgang Krodels drei Tafeln in der Hauptkirche von Kamenz in Sachsen. Diese waren 2004 auf der Ausstellung in Torgau, “Glaube & Macht”, zu sehen (Katalog Nr. 183). Sie entstanden nach Meyer nur ein Jahr vor dem vorliegenden Adam-und-Eva-Bild. Interessant ist die Parallele der überschlanken Körper mit den entsprechend

langen Beinen und dem völlig gleichen Blick in den Augen auf den vergleichbaren Tafeln. Daher sieht Christus, der den Drachen tötet kaum anders aus, als Adam, der von Eva verführt wird. Zwei weitere vergleichbare Gemälde Krodel d.Ä., “David und Bathseba” sowie “Lot und seine Töchter”, befinden sich im Kunsthistorischen Museum, Wien, Kat. der Gemälde 1991, S.599, Abb. 897,899.

Literatur: vgl. die Abhandlung über den Maler Wolfgang Krodel d.Ä. von Wilhelm Junius in: Monatshefte für Kunstwissenschaft, Jahrgang 1921, S.253 ff.
Schätzpreis: von € 50.000,00 bis € 70.000,00


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