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Art. Nr.: 431
Johannes Gumpp (geb. 1626 – nach 1646)
Der Maler Johannes Gumpp im Alter von 20 Jahren vor einem Spiegel sein Selbstporträt malend, signiert und datiert auf dem Zettelchen am oberen Bildrand des Selbstbildnisses “Johannes Gumpp 1646”, Öl auf Leinwand, 128 x 98 cm, gerahmt, (Wo)
Gutachten: Ludwig Meyer, Archiv für Kunstgeschichte, München, 31. Jänner 2007. Wir danken Herrn Meyer für die Bestimmung des Künstlers. Ludwig Meyer hält die Qualität der beiden Versionen für ebenbürtig und glaubt an deren Entstehung in Florenz.
Literatur: Dr. Nicole Hegener, Johannes Gumpp (1626 – nach 1646): Selbstbildnis mit Spiegel und Staffelei, in: Ulrich Pfisterer und Valeska von Rosen (Hg.): der Künstler als Kunstwerk. Selbstbildnisse vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Stuttgart 2005, Seite 84–85, 201.
Provenienz: westdeutsche Privatsammlung
Eine leicht veränderte Rundbild-Version des Selbstporträts befindet sich in den Uffizien in Florenz (Inv. 1890, Nr. 1901). Johannes Gumpp ist wahrscheinlich ein Mitglied der Künstlerfamilie Gumpp, die vom 16. bis ins 18. Jahrhundert in Tirol und Bayern tätig war. Er scheint jung nach Italien gegangen zu sein und war vielleicht verwandt mit dem Maler Franz Gumpp, der 1663 in Florenz gestorben ist. Abgesehen von den beiden Selbstbildnissen ist kein weiteres Gemälde von Johannes Gumpp bekannt. Der bedeutendste Vertreter der Künstlerfamilie Gumpp ist der in Tirol im 17. Jahrhundert als Hofbaumeister tätig gewesene Christoph Gumpp, nach dem heute in Innsbruck eine Straße benannt ist.
Schätzpreis: von € 6.000,00 bis € 9.000,00
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