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Art. Nr.: 429
Rembrandt Harmensz. van Rijn (Leiden 1606 – 1669 Amsterdam) Atelier
“Der Mann mit der Stirnbinde”, Öl auf Holz, 26 x 23 cm, gerahmt, (Wo)
Literatur: Mirjam Alexander-Knotter, Jasper Hillegers, Edward Voolen, Katalog der Ausstellung “De’joodse’ Rembrandt De mythe ontrafeld” (“der jüdische Rembrandt - das mythische Umfeld”), S.85 mit Abbildung.
Ausgestellt: Joods Historisches Museum, Amsterdam, 10. November 2006 – 4. Februar 2007. Städt. Kunsthalle Düsseldorf, Sammlung Marczell von Nemes, Juli-Dezember 1912 als eigenhändig von Rembrandt, Kat. Nr. 45 mit Abb.
Gutachten: Prof. Dr. Werner Sumowski, 5. August 2004.
Das Porträt galt bis zum Ende der 1970er Jahre als eigenhändiges Gemälde von Rembrandt und wurde als solches auch in der Fachliteratur aufgeführt. Erst Werner Sumowski (siehe “Gutachten”) identifizierte es als “vorzügliches, um 1651
entstandenes Werk aus der Rembrandt-Schule”. Professor Dr. de Wetering, der Leiter des Rembrandt Research Projekts (Rembrandt Kommission), bestätigte diese Definition und nahm es als “wichtiges Gemälde des Rembrandt-Ateliers” in die große holländische Rembrandt-Ausstellung vom 10. November 2006 – 4. Februar 2007 in Holland auf. Und zwar wurde das Porträt im Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam gezeigt und im Katalog abgebildet (siehe “Ausgestellt”).
Im 18. Jahrhundert wurde der populäre Mythos Rembrandts begründet: Rembrandt als Freund und Vertrauter, ja sogar Verwandter (der er nie war) seiner jüdischen Nachbarn. Dieser Mythos hat, wie es die obige Ausstellung bestätig, weitgehend reale Wurzeln und spiegelt sich auch in den vielen Werken Rembrandt mit jüdischer Thematik wieder, am überzeugendsten und schönsten wohl in seinem berühmten Gemälde “Die jüdische Braut”.
Schätzpreis: von € 40.000,00 bis € 70.000,00
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