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300 Jahre Dorotheum
Jahresrückblick 2007

26.-30. November 2007:
Jubiläumsauktion Teil IV
 
 
Auktionskalender

Dorotheum GmbH & Co KG (Wien)
IA - International Auctioneers
, A-1010 Wien, Website öffnen

Dieses Stück war in der bereits abgelaufenen Auktion am 24.04.2007

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Kunst des 17. Jahrhunderts
Alte Meister
religiöses, philosophisches oder mythologisches Thema

Art. Nr.: 409
Matthys Voet (tätig in Antwerpen vor 1600 – nach 1617) zugeschrieben
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Die Verspottung des Hiob,
Öl auf Leinwand, 148 x 109 cm, o. R., (Wo)


Gutachten: Prof. Dr. Heinrich J. Schmidt, Düsseldorf, 14. Juli 1964, als eigenhändig von Jacob Jordaens (in Abschrift erhalten). Wir danken Herrn Jan De Maere für die Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Matthys Voet

(Mail vom 19. 2. 2007).

Provenienz: Sammlung C. D. Wyatt, Genf; westdeutscher Privatbesitz

Hiob war fromm und untadelig. Satan, der Versucherengel, führte die Frömmigkeit Hiobs darauf zurück, dass Gott ihm Reichtum und Gesundheit geschenkt habe. Gott widersprach, gab aber Satan die Erlaubnis, Hiob auf die Probe zu stellen. Er durfte ihm seine Herde und seine Kinder nehmen. Doch Hiob pries Gott: “Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen...” Da erhielt Satan die Macht, Hiobs Gesundheit anzutasten: Bösartige Geschwüre befielen seinen Leib. Seine Frau riet ihm, Gott zu fluchen und sich den Tod zu wünschen. Aber Hiob tat weder das eine noch das andere. Er forderte Gott selbst auf, ihm eine Erklärung für sein Unglück zu geben. Da antwortete ihm Gott mit einem Tadel für solchen Vorwitz, zeigte ihm dann aber die Unergründlichkeit der Schöpfung in ihren Herrlichkeiten wie auch in den Gewalten des Bösen. Nun bekannte Hiob seine Unwissenheit, sprach aber auch seine Hoffnung aus, dass Gott ihm ein Retter sein werde. Schließlich wendete er Hiobs Schicksal. Er heilte ihn und gab ihm zweifach zurück, was er vorher gehabt hatte: Reichtum an Herden und Kindern. Matthys Voet ist als Maler religiöser Szenen bekannt. Von ihm stammen zwei Bilder aus jener berühmten Serie in der St. Pauls Kirche in Antwerpen, an der sich unter anderem auch H. van Balen, C. de Vos, A. van Dyck, J. Jordaens beteiligten.
Schätzpreis: von € 25.000,00 bis € 30.000,00


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