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„Paraiba Turmaline“ 

Dr. Ulrich Henn (D.Gem.G.)

Obwohl "nur" eine Varietät des Zoisit, wurde Tansanit als Stein des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Im Gegensatz dazu ist der Paraiba-Turmalin wirklich "neu". Entdeckt wurden diese Steine 1987 in Sao José de Batalha nahe Salgadinho, Provinz Paraiba, Brasilien. Sie kommen in granitischen Pegmatiten vor. Die Rohkristalle sind durch tektonische Einflüsse stark brüchig. Die Farbe kann blau, blau-grün, oder grün sein. In geschliffenem Zustand sind sie meist unter 1ct schwer.

Die Menge von Mn2+ führt zur Farbe blau, diese Farbe kann natürlich oder nach Wärmebehandlung entstehen. Ein zweites Vorkommen liegt in Quintos de Baixo, nahe Parelhas, Rio Grande de Norte. Kupferhältige Turmaline sind allerdings auch aus Nigeria bekannt. Sie sind generell durch Wasser abgerollte Rohkristalle (violett, amethystfärbig). Bei einer Wärmebehandllung mit 600°C ändert sich die Farbe von violett zu hellblau, blau-grün oder grün.


Foto: Prof.L.Rössler, Sammlung Rössler.

Kupferhältige Turmaline aus Mocambique sind ebenfalls durch Wasser abgerollt. Sie kommen in pinkfarbigen, grünen und gelben Farben vor. Bei einer Wärmebehandlung kann ebenfalls grünlich-blaue bis blaue Färbung entstehen. Der Ursprung der Turmaline liegt in den 250 Millionen Jahre alten Gondwana-Pegmatiten, die eine Verbindung zwischen den Kontinenten anzeigen und dokumentieren, wo heute die Turmaline zu finden sind.

Nomenklatur:
Laut CIBJO sind grüne und blaue Turmaline (durch Cu gefärbt) als Paraiba-Turmaline zu bezeichnen, wenn sie aus Afrika und Amerika stammen.

Erkennung einer Wärmebehandlung:
Eine große Menge an Mn3+ ist ein Hinweis, dass keine Wärmebehandlung stattgefunden hat. Es kann aber auch natürliche Wärmebehandlung vorkommen (durch tektonische Abläufe). Erkennung nur mit spektroskopischen Methoden möglich. Einschlussbild eines kupferhältigen Paraiba-Turmalins aus Nigeria mit Trichiten.




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