Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Immer wieder Alt
ein Artikel von
Dr. Henriette Horny

Die Galerie
Hassfurther

Auktionsergebnisse
vom 06.12.2010

Archiv/Ausstellung
Herbert Boeckl
Archiv/Ausstellung
Kolig und Wiegele
Archiv/Ergebnisse
Alfons Walde
ARCHIV: VERKAUFSAUSSTELLUNG
15.09 - 18.10. 2009:
Maler der Tiroler Berge
Oskar Mulley
Alfons Walde
 

Anbieter

Galerie und Auktionshaus Hassfurther
Hohenstaufengasse 7
A-1013 Wien
(Anfahrtsplan anzeigen
Tel: 0043 1 5334174, 06642602340
Fax: 0043 1 5334174 73

E-Mail senden
Website öffnen
 
Alte Meister - Klassische Moderne


Die Galerie Hassfurther ersucht

um Informationen und Unterlagen für ein zu erstellendes Werkverzeichnis zu

Oskar Mulley 1891-1949 sowie
Franz Sedlacek 1891-1945 (gilt als der bedeutendste OÖ-Maler der Zwischenkriegszeit . Magischer Realismus (Neue Sachlichkeit))

Strikte Diskretion und Observanz werden zugesichert.



Kleine Werke - Große Werke
Das Arbeitsgebiet der Galerie und des Auktionshauses Hassfurther umfasst Alte und Neue Meister: Gemälde, Skulpturen, Kunstgewerbe, Meisterzeichnungen, Druckgraphiken, Aquarelle und Miniaturen ebenso wie Autographen und Manuskripte und Spezial-Sammlungen.

Hassfurther veranstaltet 1977 die erste Buch- Autographen- Kunst Auktion (3.600 Lots) im Hotel Hilton, weil sich die Umbauarbeiten im Geschäft verzögert hatten. Unter den versteigerten Arbeiten war auch ein Bild Alfons Waldes und Hassfurther kommt in Kontakt mit der Schwester des Künstlers.

1978 veranstaltet Hassfurther die erste Walde-Ausstellung nach 1945 und verkauft eine “Fastnacht“ an die Sammlung-Dichand, für damals unglaubliche 650.000 Schilling (€ 47.300).
Walde brachte den mittlerweile recht erfolgreichen Kunsthändler auf den Geschmack.

Hassfurther übernimmt Künstler-Nachlässe (Für Sedlacek´s Funkturm wurde am 30.Mai 2005 in der Galerie Hassfurther € 199.640 erzielt) und veranstaltet Ausstellungen.

Für einen unbearbeiteten Bestand von Karl Kraus Handschriften erzielt Hassfurther € 726.728.


Wolfdietrich Hassfurther vor dem Gemälde von Herbert Boeckl:
Leda 1934; Öl auf Leinwand; 146 x 181 cm;
Wolfdietrich Hassfurther vor dem Gemälde von Herbert Boeckl: Leda 1934; Öl auf Leinwand; 146 x 181 cm;

„Ich fühle mich jünger denn je!“

Interview mit Wolfdietrich Hassfurther

Herr Hassfurther, seit vielen Jahren sind Sie nun erfolgreich im Auktionsgeschäft – wie fühlen Sie sich?
Ich freue mich auf jeden Tag und auf neue Projekte, Anregungen, Akquisitionen, Herausforderungen. fühle mich in Wien glücklicher denn je.
Sie gelten als Einzelgänger und starke und eigenwillige Persönlichkeit die seiner Vorreiterrolle in der Wiener Auktionsszene treu blieb.
Sie spielen in der obersten Liga der Auktionshäuser mit. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Sachlich, kompetent, entgegenkommend
Steter 
konsequenter Fleiß, Beschränkung auf eine Auswahl von erlesenen Angeboten

Schwerpunkt: Klassische Moderne

Alte Meister Biedermeier Klassische Moderne
Ursprünglich kommen Sie aus dem Buchhandel, haben als Antiquar und Autographenhändler gearbeitet – wie kam der Wechsel zur Kunst?
Die Ressourcen aus dem reichen Fundus der Monarchie waren so gut wie ausgeschöpft und führten mich zum Kunsthandel.
Ihre erfolgreichste Auktion?
Kommt erst.
Neue Kunden?
In den GUS-Staaten, im Mittleren Osten, Orient, Indien und in China wächst für europäische Klassische Moderne eine neue Sammlergeneration heran.
In einem Überblick über sein bald 40-jähriges Berufsleben soll der Auktionator sich selbst erinnern.
Neugierig und besonders empfänglich für alles Schöne,
gefiel Hassfurther das Palais des Fürsten Kaunitz in der Vorstadt Mariahilf in WienVI, das Gebäude des humanistischen Gymnasiums, das H. besuchte.
Eine Ansicht dieses Palais von Canaletto aus der Zeit 1759/60 verwahrt das Museum der schönen Künste in Budapest.
Nennen wir einige Persönlichkeiten die den Kunsthändler beeindrucken: Julius Caesar, Kaiser Maximilian I, Michelangelo, Goethe, Beethoven, Waldmüller, Wagner, van Gogh, Schiele, Picasso.
H. war zur Karajan-Zeit begeisterter Opern-Besucher und stand oft auf dem Stehplatz neben „Wittgensteins Neffen“.
Nach der Matura 1962 studierte Hassfurther auf Empfehlung seines Vaters, einem Wiener Juristen, Jus. Erst eine enge Bekannte der Familie sprach mit dem jungen Mann über die Lustlosigkeit des Studiums und ermutigte Hassfurther der Neigung zu Buch, Musik, Handschrift und Bild nachzugehen.
Die Lehre absolvierte 1964 – 1966 H. beim Kunstverlag Wolfrum Wien, I. Im Anschluss darauf wurde H. vom Musikantiquariat Schneider (Tutzing am Starnbergersee) aufgenommen.
Trotz eines bescheidenen Personalstandes, Antiquar und Sekretärin, war das Unternehmen damals das erste und bestrenommierte Musikantiquariat der Welt, zudem außerdem ein Verlag gehörte.
Schon in Wien hatte H. an den Musik- „Schneider“ Geschäfte vermittelt, die ihm dann als Einstand zugute kamen.

Alte Sammlungen aufzutreiben ist meine stärkste Begabung, H. hatte „traumwandlerisches Glück,“ zudem wohl auch Einfallsreichtum.
Vom Besuch der Leipziger Messe kehrte H. mit einem Koffer Musikautographen zurück. Die Adresse erhielt H. von einem Geigenbauer. Ein anderer großer Erfolg gelang H. als er die einzigartige Sammlung eines Wiener Philharmonikers, die ein Zimmer Kammermusikausgaben des 16. und 17 Jahrhunderts, alte Musikinstrumente sowie tausende Autographen umfasste, dem Musikantiquariat Schneider vermittelte. „Nach nicht einmal 2 Jahren bei „Schneider“, wollte H. selbstständig werden.

H. begann seine Tätigkeit als Antiquar in seiner eigenen Wohnung. 1976 mietet H. das heutige Geschäftslokal, Standort Wien 1, Hohenstaufengasse 7.
Neben dem Staatsbetrieb Dorotheum erhielt H. am 6. September 1976 als erste Einzelperson
die Konzession zur Versteigerung beweglicher Sachen von künstlerischen, historischen oder Sammlerwert.
Dienstag dem 7. September veranstaltete das Antiquariat für Kunst und Wissenschaft Hassfurther im Hotel Hilton Wien die erste Auktion.


Antiquariat Hassfurther
Auktion 12. Sept. 1976
Katalog
3567 Nummern: Inkunabeln, Musikalien, alte Drucke aller Wissensgebiete, Topographien, Manuskripte, Autographen, Graphiken, Gemälde, Aquarelle und Spezialsammlungen.
Unter den Bücher erzielte den höchsten Preis Kopernikus Nicolaus „De revolutionibus orbium coelestium... 1543“. Zuschlag: € 80.000, unter den graphischen Werken Karl Schütz und Johann Ziegler „Die Sammlung von 46 Ansichten der Residenzstadt Wien und ihren Vorstädten“. Zuschlag: € 66.600
Unter den Gemälden erwies sich das Gemälde von Alfons Walde „Bäuerinnen beim Kirchgang“ als Glücksfall für Hassfurther. Das gute Ergebnis bewog die Schwester des Künstlers, Verwalterin des Nachlasses, die erste Verkaufsausstellung nach 1945, im Sommer 1978 in der
Galerie Hassfurther zu veranstalten.
Es war sowohl meine allererste Ausstellung als auch die erste
Walde- Präsentation, die durch intensiven Werbeaufwand ein großer Erfolg wurde.




Dieser Eintrag ist in folgenden Kategorien gelistet:
Sonstige
Dienstleistungen, Beratung und Service
Kunstbücher, Antiquariate und Autographen
Antiquitäten
A U K T I O N S H A U S
Kunsthändler und Galerien