PRESSE-INFORMATION
69. Kunstauktion – 1. Tag – 17. Juni 2008 Die 69. Kunstauktion im Kinsky spielte bereits am ersten Auktionstag mehr als 4,7 Millionen Euro ein, wobei auf die Klassische Moderne 2,7 Millionen (Verkaufsrate 45 %) und auf zeitgenössische Kunst 2 Millionen (Verkaufsrate 56 %) entfielen. Bei der Klassischen Moderne wurde Otto Rudolf Schatz’ „Im Prater, um das Lusthaus“ auf den Toppreis von € 223.200 gesteigert, Egon Schieles „Liegender weiblicher Akt“ fand um € 152.100 einen neuen Besitzer, Gustav Klimts „Aufgestützt liegender Akt“ konnte um € 111.600 verkauft werden, und sein „Liegender Halbakt“ ging, weit über dem Schätzwert, um € 80.600 in neue Hände. Besonderes Interesse fanden die Bilder aus dem Nachlass von Franz Sedlacek: Das „Krimmler Kees“ kratzte mit € 99.200 an der 100.000-Hürde, aber alle Dämme schienen bei einem „Blumenstück“ gebrochen; das kleinformatige Bild wurde, weit jenseits seiner Taxe, um € 164.900 verkauft. Alexej von Jawlenskijs „Stillleben“ brachte die erwarteten € 121.520 ein, Maurice Utrillos „Blumen“ schätzwertkonforme € 62.000, Lovis Corinths „Tirolerin“ waurde um € 74.400 abgegeben. Einen Rekordpreis realisierte „Morning I“ von Josef Floch um € 105.400. Bei der zeitgenössischen Kunst waren Rekordpreise geradezu an der Tagesordnung: Ernst Fuchs’ „Paradiso“ trug sich mit € 127.450 genauso in die Liste neuer Preisrekorde ein wie Rudolf Hausner, dessen „Glückliche Landschaft“ € 100.160 erzielte. Aber auch Arik Brauer vermochte seine bisherige Höchstmarke noch auf € 42.817 zu steigern. Einen neuen Rekordpreis erzielten Wolfgang Herzig und Oswald Oberhuber mit „Speisezimmerbild“ (€ 66.540) bzw. „Wasserbild II“ (€ 20.471), Wander Bertoni stellte seinen Höchstpreis mit dem „Großen U“ (€ 63,966) ein, und Karl Korab überbot den bisherigen Toppreis mit € 35.840 bei weitem. Besonders erfreulich war der Preisrekord für Hubert Scheibls „Stranger B“, das auf € 63.966 gesteigert wurde. Daneben gab es noch ganz ausgezeichnete Ergebnisse, etwa für Max Weilers „Ungewöhnliche Gegend“ (86.800), eine große Zeichnung von Alfred Hrdlicka (€ 31.983). Die Bilder von Markus Prachensky und die Skulpturen von Fritz Wotruba waren ganz ausgezeichnet nachgefragt. Die 69. Auktion setzte am 18. Juni mit Jugendstil fort. Die 69. Kunstauktion im Kinsky spielte einen Gesamtumsatz von 5,5 Millionen Euro ein – ein ganz ausgezeichnetes Resultat! Der Jugendstil am 2. Auktionstag trug dazu – bei einer sehr erfreulichen Verkaufsrate von 63 % – € 660.000 bei. Insgesamt stieg der Umsatz im Kinsky im 1. Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 14 % auf 12,4 Millionen Euro. Das Toplos der Auktion, eine Kaminuhr von Adolf Loos, wurde auf 68.200 Euro gesteigert, erreichte damit aber das vom Einbringer vorgegebene Limit nicht ganz und konnte nur unter dem Vorbehalt seiner Zustimmung zugeschlagen werden. Sehr groß war das Interesse wie immer für Objekte der Wiener Werkstätte. Eine Tischlampe von Josef Hoffmann verdreifachte ihre Taxe auf € 14.880, dasselbe Kunststück gelang einer Deckeldose von Eduard Josef Wimmer-Wisgrill (€ 12.400). Noch etwas höher fiel die Steigerung für einen Plakatentwurf von Koloman Moser aus – er kletterte von € 6.000 auf 21.080. Michael Powolnys „Neptun“, geschätzt auf € 7.000 bis 10.000, war dem erfolgreichen Bieter schließlich € 23.560 wert, und „Gefangener Vogel“ von Josef Lorenzl wurde statt um die erwarteten € 2.800 um unglaubliche € 12.400 flügge. Die Gallé Schale „Coquillages“ vermochte hingegen ihre Erwartungen nicht zu erfüllen und ging mit € 22.320 unter Vorbehalt über den Auktionstisch. Die Lampe mit Maiglöckchen von Friedrich Goldscheider sicherte sich hingegen ein Bieter Schätzpreis übersteigend um € 17.360. Im Herbst wird im Kinsky Kunst Auktionen sein 15-Jahr-Jubiläum feiern – mit Auktionen, für die im Sommer kräftig akquiriert werden wird.
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