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MAK
Museum für Angewandte Kunst

Stubenring 5
A-1010 Wien
(Anfahrtsplan anzeigen
Tel: 01 71136 0
Fax: 01 711 36388

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MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst

Bereits bei der Gründung 1864 nahm das k.k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie innerhalb der damaligen Museumslandschaft eine Sonderstellung ein. Waren alle anderen Kunstsammlungen mit ihren reichen über die Jahrhunderte gewachsenen Beständen entweder im Besitz des Kaiserhauses oder in kirchlicher bzw. privater Hand so verfügte das k.k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie über keinen eigenen Sammlungsbestand.

Seine Gründungsidee war ein wissenschaftliches Konzept mit einer fest umrissenen, vor allem didaktischen Aufgabestellung. Das Studium alter Kunstwerke sollte das ästhetische Empfinden verbessern und auf diese Weise das aktuelle kunstgewerbliche Schaffen fördern. Zugleich waren zeitgenössische Tendenzen in Kunst und Industrie zu dokumentieren. Vorbild war das South Kensington Museum (heute Victoria & Albert Museum) in London, dem seit 1852 Studiensammlungen und eine Kunstgewerbeschule zur qualitativen Hebung des nationalen Kunstgewerbes angeschlossen waren.

Dieses Konzept wurde von dem österreichischen Kunsthistoriker Rudolf von Eitelberger (1817-1885) von der Londoner Weltausstellung 1862 nach Wien gebracht. Von der Regierung unterstützt wurde das k.k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie zunächst im Ballhaus der Hofburg provisorisch eröffnet. Rudolf von Eitelberger war der erste Direktor. 1871 übersiedelte das Museum in einen von Heinrich von Ferstel entworfenen Neubau am Stubenring. Eine Sammlung historischen Kunsthandwerks wurde aufgebaut und mit zeitgenösssischen Erzeugnissen ergänzt.

1868 war bereits die Kunstgewerbeschule gegründet worden, die 1877 in einem angrenzenden Neubau untergebracht, zusammen mit dem Museum die systematische Ausbildung junger Kunsthandwerker ermöglichen sollte.

1909 wurde an das Museum von dem Architekten Ludwig Baumann ein Ausstellungstrakt angefügt. In diesem Jahr wurde die Kunstgewerbeschule als selbständige Institution von dem Museum getrennt. Die einzelnen Sammlungen des Museums hatten sich von Vorbildern zu Anregern entwickelt. Die Kunstwerke wurden nun um ihrer selbst willen und nicht nur als vorbildliches Anschauungsmaterial gesammelt.

1919, nach dem ersten Weltkrieg kamen hofärarische Bestände, wie Teppiche, Möbel, Porzellan etc. aus dem Besitz der Habsburger an das Museum.

1937 führte der damalige Direktor Richard Ernst (1885-1955) eine Neuaufstellung durch, bevor das Museum nach dem Anschluss Österreichs an das ‚Dritte Reich’ zum „Staatlichen Kunstgewerbemuseum“ umbenannt wurde.

Nach dem Krieg war man mit der Behebung der Kriegsschäden und verwaltungstechnischen Änderungen beschäftigt. Der inhaltliche Strukturwandel führte 1947 auch zu einer Umbenennung in „Österreichisches Museum für angewandte Kunst“.

Mit der Bestellung Peter Noevers zum Direktor 1986 wurde neben den klassischen kunsthandwerklichen Sammlungen Bibliothek und Kunstblätter, Glas- und Keramik, Metall, Möbel- und Holzarbeiten, Ostasien und Islam und Textil die Sammlung Gegenwartskunst begonnen. Nach einer Generalsanierung der alten Gebäude und Bau eines zweigeschossigen Tiefspeichers wurde das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst 1993 mit von Künstlern gestalteten Schauräumen wiedereröffnet.






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